Die sieben Posaunen – Warnungen und Gerichte Gottes
Wie warnen die Posaunen – und was bedeutet das geöffnete Büchlein? · Offenbarung 8–11
Wie warnen die Posaunen – und was bedeutet das geöffnete Büchlein?
Überlege zunächst selbst, was du darüber weißt. Lies anschließend die Bibelstellen im Zusammenhang und prüfe die Aussagen Schritt für Schritt.
Schlage diese Stellen auf
Beginne mit Offenbarung 8–11 und lies die weiteren Stellen im Zusammenhang:
- Offenbarung 8–11
- 2. Mose 7–11
- Jeremia 51,25
- Joel 2
- Hesekiel 2–3
- Daniel 8–12
- Sacharja 4
- Matthäus 24
Sechs Fragen mit Antworten
Beantworte jede Frage zuerst selbst anhand der Bibel und öffne erst danach die Erklärung.
1. Was zeigt uns die Bibel über „Das Heiligtum und die Gebete“?
Vor der ersten Posaune steht der Engel am goldenen Räucheraltar (8,2–5). Der Weihrauch wird mit den Gebeten der Heiligen verbunden. Die Posaunen stehen also im Rahmen des himmlischen Heiligtums und der Antwort Gottes auf das Leid seines Volkes.
2. Was zeigt uns die Bibel über „Die ersten vier Posaunen“?
Erste Posaune: Hagel, Feuer und Blut; ein Drittel der Bäume verbrennt (8,7). Zweite: ein brennender Berg fällt ins Meer (8,8–9). Dritte: ein brennender Stern namens Wermut macht Wasser bitter (8,10–11). Vierte: ein Drittel von Sonne, Mond und Sternen wird verdunkelt (8,12). Die Bilder erinnern an die ägyptischen Plagen und an Jeremia 51,25, wo Babylon als verderbender Berg bezeichnet wird. In der klassischen historischen Lesart werden die ersten vier Posaunen auf die Zerschlagung Westroms durch aufeinanderfolgende Eroberungen bezogen. Die einzelnen Zuordnungen sind Auslegungsentscheidungen.
3. Was zeigt uns die Bibel über „Die fünfte Posaune“?
Ein Stern erhält den Schlüssel zum Abgrund, Rauch steigt auf, und Heuschrecken quälen Menschen (9,1–12). Ihr König heißt Abaddon beziehungsweise Apollyon: Verderber. Die historische Lesart verbindet die Heuschrecken mit arabisch-islamischen Eroberungen; andere Deutungen verstehen sie stärker symbolisch als dämonische Mächte. Entscheidend ist die ausdrücklich begrenzte Gewalt und der Warncharakter der Vision.
4. Was zeigt uns die Bibel über „Die sechste Posaune“?
Vier Engel am Euphrat werden gelöst; ein gewaltiges Reiterheer erscheint (9,13–21). Eine klassische historische Zuordnung sieht darin das Vorrücken türkisch-osmanischer Macht. Die fünf Monate und die Stunde, der Tag, der Monat und das Jahr werden in dieser Tradition mit dem Jahr-Tag-Prinzip gedeutet; konkrete Anfangs- und Enddaten sind jedoch nicht unumstritten. Der Text endet mit dem erschütternden Hinweis, dass die Überlebenden dennoch nicht von Götzendienst, Mord und Unmoral umkehren.
5. Was zeigt uns die Bibel über „Das geöffnete Büchlein: Offenbarung 10“?
Der mächtige Engel trägt ein geöffnetes Büchlein. Johannes isst es: im Mund süß, im Bauch bitter. Vergleiche Hesekiel 2–3 und Daniel 12. In der historischen Auslegung wird das süß-bittere Erlebnis auf die große Erwartung der Wiederkunft und die Enttäuschung von 1844 bezogen. Das Buch Daniel wird als nun erschlossen verstanden. Wichtig: Offenbarung 10 nennt das Jahr 1844 nicht ausdrücklich; die Zuordnung beruht auf der Verknüpfung mit Daniel 8–9 und der Geschichte der Adventerwartung.
6. Was zeigt uns die Bibel über „Die zwei Zeugen und die siebte Posaune“?
Offenbarung 11 nennt zwei Zeugen, zwei Ölbäume und zwei Leuchter (vgl. Sacharja 4). Die 1260 Tage erscheinen erneut. Eine Auslegung sieht in den Zeugen das Alte und Neue Testament; ihre zeitweilige Unterdrückung wird mit religionsfeindlichen Umbrüchen in Frankreich verbunden. Beim siebten Posaunenschall wird Gottes Königsherrschaft verkündet und der himmlische Tempel mit der Bundeslade sichtbar (11,15–19).
Den Zusammenhang verstehen
Das Heiligtum und die Gebete
Vor der ersten Posaune steht der Engel am goldenen Räucheraltar (8,2–5). Der Weihrauch wird mit den Gebeten der Heiligen verbunden. Die Posaunen stehen also im Rahmen des himmlischen Heiligtums und der Antwort Gottes auf das Leid seines Volkes.
Die ersten vier Posaunen
Erste Posaune: Hagel, Feuer und Blut; ein Drittel der Bäume verbrennt (8,7). Zweite: ein brennender Berg fällt ins Meer (8,8–9). Dritte: ein brennender Stern namens Wermut macht Wasser bitter (8,10–11). Vierte: ein Drittel von Sonne, Mond und Sternen wird verdunkelt (8,12). Die Bilder erinnern an die ägyptischen Plagen und an Jeremia 51,25, wo Babylon als verderbender Berg bezeichnet wird. In der klassischen historischen Lesart werden die ersten vier Posaunen auf die Zerschlagung Westroms durch aufeinanderfolgende Eroberungen bezogen. Die einzelnen Zuordnungen sind Auslegungsentscheidungen.
Die fünfte Posaune
Ein Stern erhält den Schlüssel zum Abgrund, Rauch steigt auf, und Heuschrecken quälen Menschen (9,1–12). Ihr König heißt Abaddon beziehungsweise Apollyon: Verderber. Die historische Lesart verbindet die Heuschrecken mit arabisch-islamischen Eroberungen; andere Deutungen verstehen sie stärker symbolisch als dämonische Mächte. Entscheidend ist die ausdrücklich begrenzte Gewalt und der Warncharakter der Vision.
Die sechste Posaune
Vier Engel am Euphrat werden gelöst; ein gewaltiges Reiterheer erscheint (9,13–21). Eine klassische historische Zuordnung sieht darin das Vorrücken türkisch-osmanischer Macht. Die fünf Monate und die Stunde, der Tag, der Monat und das Jahr werden in dieser Tradition mit dem Jahr-Tag-Prinzip gedeutet; konkrete Anfangs- und Enddaten sind jedoch nicht unumstritten. Der Text endet mit dem erschütternden Hinweis, dass die Überlebenden dennoch nicht von Götzendienst, Mord und Unmoral umkehren.
Das geöffnete Büchlein: Offenbarung 10
Der mächtige Engel trägt ein geöffnetes Büchlein. Johannes isst es: im Mund süß, im Bauch bitter. Vergleiche Hesekiel 2–3 und Daniel 12. In der historischen Auslegung wird das süß-bittere Erlebnis auf die große Erwartung der Wiederkunft und die Enttäuschung von 1844 bezogen. Das Buch Daniel wird als nun erschlossen verstanden. Wichtig: Offenbarung 10 nennt das Jahr 1844 nicht ausdrücklich; die Zuordnung beruht auf der Verknüpfung mit Daniel 8–9 und der Geschichte der Adventerwartung.
Die zwei Zeugen und die siebte Posaune
Offenbarung 11 nennt zwei Zeugen, zwei Ölbäume und zwei Leuchter (vgl. Sacharja 4). Die 1260 Tage erscheinen erneut. Eine Auslegung sieht in den Zeugen das Alte und Neue Testament; ihre zeitweilige Unterdrückung wird mit religionsfeindlichen Umbrüchen in Frankreich verbunden. Beim siebten Posaunenschall wird Gottes Königsherrschaft verkündet und der himmlische Tempel mit der Bundeslade sichtbar (11,15–19).
Ergänzender Gedanke von Ellen G. White
Der große Kampf – Kapitel 15, 18, 20–23.
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